AOL

Was ich als Autor beim AOL-Verlag machte

Insgesamt sind 20 Arbeiten von mir im AOL-Verlag erschienen. Fast alle davon sind nicht mehr lieferbar (bis auf A178 = “Grenzfälle”).

 

 

1. Schreibkram - Das pfiffige Arbeitsbuch zur neuen Rechtschreibung.
A4-Paperback, 176 Seiten. 1997. A086.

ISBN 3-89111-086-3

Eine Sammlung von pfiffigen, witzigen und dennoch grundsoliden Arbeitsblättern zu den 12 Grundregeln der (neuen) Rechtschreibung. Da ist alles dran & drin: Schachteldiktate, Lach- & Sachdiktate, Trainingsprogramme, Pointen-Fortsetzungsdiktate, Lernzirkel mit aufbereiteten Lernstationen, Lieder, Spiele, Übungsblätter, Karteikarten, Cartoons (von TOM), Gedichte, Lernposter, ... - Professionell, aber witzig! Für fröhliche und unterhaltsame Rechtschreibstunden in Klasse 5 - 13!

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2. Rechtschreib-Fix 2: Sekundarstufe - Spielerisch zur neuen Rechtschreibung.
Quartett-Spiel, 48 Karten. 1998. F098.
ISBN 3-89312-098-X

Die 12 wichtigsten Regeln zur Rechtschreibung in einem Kartenspiel. Das Quartett verbindet Wissen mit Spaß. Durch das spielerische Trainieren entwickelt jede und jeder das Gefühl, das man für Rechtschreibung einfach haben muss: nicht nachdenken, einfach wissen! Die witzigen Zeichnungen helfen beim Einprägen.

 

 

 

3. Auf einen Blick: Lernposter zur neuen Rechtschreibung.
12 Poster, A3 + Begleitheft. 1998. A087.
ISBN 3-89111-087-1

Die wichtigsten Regeln, die ein Mensch kennen muss, um Rechtschreibung und Zeichensetzung zu beherrschen, auf “merk”würdige Art dargeboten: Eine einprägsame Grundregel, visualisiert durch einen Comic von TOM und einige Beispielswörter oder -sätze. Witzig, spritzig und korrekt! Übungen und Ideen im Begleitheft.

 

 

 

4. Der Rechtschreib-Trainer - Grundkurs zur deutschen Rechtschreibung.
A5-Heft, 64 Seiten. 1998. F083.
ISBN 3-89312-083-1

Ein Arbeits- und Lernbuch. Einerseits zum ständigen Nachschlagen: “Warum schreibt man das so?” - “Aha!” Andererseits zum locker-heiteren Üben der Regeln, sowohl der neuen als auch der noch gültigen. Der Schnellwaschgang für Klasse 4 -10!

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5. Goethe kennen lernen - Sein Leben, seine Frauen, seine Werke.
A5-Heft, 64 Seiten. 1999. F073.
ISBN 3-89312-073-4

Die zehn beliebtesten Gedichte Goethes werden vorgestellt und interpretiert, mit seinen Lebensstationen verbunden und durch kurze Inhaltsangaben seiner wichtigsten Dramen, Epen und Romane ergänzt. Der Leser begleitet Goethe auf seinem langen Lebensweg, lernt seine Frauen und seine Berufe kennen, folgt ihm in die Schweiz und nach Italien und erlebt ihn auch als Politiker und Naturwissenschaftler. Und das alles herzlich lebendig.

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6. Aufsatz schreiben lernen - Formen . Gliederung . Sprache . Stil
A5-Heft, 64 Seiten. 1998. F051.
ISBN 3-89312-051-3

Was ist noch mal eine Erörterung? Was muss ich dabei beachten? Oder: Wie lang darf die Einleitung im Verhältnis zum ganzen Aufsatz sein? - Auf jede Frage eine knappe, verständliche Antwort! Mit Register.

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7. Schiller kennen lernen - Sein Leben, seine Dramen, seine Balladen
A5-Heft, 64 Seiten. 2000. F078.
ISBN 3-89312-078-5

Die vorliegende Darstellung zeigt an Schillers Lebensweg das ständige Ringen seiner enormen Schaffenskraft mit zahlreichen Hindernissen, wozu nicht nur seine Krankheit, sondern auch seine fortdauernden finanziellen Schwierigkeiten zu zählen sind. Außerdem Inhaltsangaben zu seinen Jugenddramen, seinen bekanntesten Balladen und seinen klassischen Dramen. Mit Bildern aus seinem Leben, einer Sammlung geflügelter Worte, einem Personenregister und Lernkärtchen.

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8. Kleine Blumen, kleine Blätter - Goethes Poesie-Album
A4-Paperback, 48 Seiten. 2001. A691.
ISBN 3-89111-691-8

Wer kennt sie nicht: Faust, Iphigenie, den Erlkönig? Mit dieser Arbeitsvorlagensammlung können Sie Goethe Ihren Schülerinnen und Schülern ganz nahebringen: Ein bunter Blumenstrauß aus Gedichten, Romanausschnitten und dramatischen Szenen bietet den Schülerinnen und Schülern Einblicke in Goethes Schaffen. Arbeitsblätter mit interessanten Aufgabenstellungen regen zur Auseinandersetzung mit den Texten an und machen Lust auf Weiterlesen.

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9. Aufbauwissen Deutsch
A4-Paperback, 80 Seiten. Mit Lernkärtchen und Lösungsheft. F274.
ISBN 3-89312-274-5

Ein solides Selbstlernheft für Schüler/innen, die Aufsatz, Rechtschreibung und Grammatik lernen wollen oder sollen oder einiges aufzuholen haben! Fröhlich gestaltet mit Bildern und Rätseln, mit Blitztests, fertigen Lernkärtchen und mit einem Lösungsheft, das mit einem Handgriff aus dem Heft entfernt werden kann. Ideal für die Klassen 6- 8, für Freiarbeit und für zu Hause.

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10. Fachwissen Deutsch
A4-Paperback, 80 Seiten. Mit Lernkärtchen und Lösungsheft. F289.
ISBN 3-89312-289-3

Ein Selbstlernheft mit vielfältigen Übungsmöglichkeiten, Blitztests, Lernkärtchen und einem Lösungsteil zum Herausnehmen. Die Fortsetzung von “Aufbauwissen Deutsch” enthält alles Wichtige zu Aufsatz, Literatur und Rechtschreibung, klar erklärt und locker gestaltet. Damit verlieren selbst Gedichtinterpretationen und Erörterungen ihre Schrecken! Für SchülerInnen und Selbstlerner. Einsetzbar in der Sekundarstufe I.

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11. Grundlagen Deutsch 1 - Alles, was man braucht
Klebebindung, 160 Seiten
ISBN: 3-89928-031-8

Hg.: Hertha Beuschel-Menze
Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung, Wortkunde, Stillehre, Textsorten, Literatur, Arbeitstechniken. 143 Kopiervorlagen + Lösungsteil + CD-ROM mit Word-Dateien

 

 

12. Grundlagen Deutsch 2 - Einfach gutes Deutsch
Klebebindung, 120 Seiten
ISBN: 3-89928-032-6

Hg.: Hertha Beuschel-Menze
Satzbau, Wortwahl, Sprachrichtigkeit, Verbote und Gebote, Zweifelsfälle, Meisterstil: Verständlichkeit, Einfachheit, Übersichtlichkeit. 97 Kopiervorlagen + Lösungsteil + CD-ROM mit Word-Dateien

 

 

13. Böll kennen lernen - Leben und Werk
A5-Heft, 64 Seiten. 2007. X310.
ISBN 978-3-86567-310-7
Unter dem Eindruck der schrecklichen Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs begann Heinrich Böll zu schreiben und begleitete die Entwicklung Deutschlands als kritischer Chronist. Ob “Gewissen der Nation”, Irland-Liebhaber oder Nobelpreisträger - Böll hatte viele Gesichter. Hier werden seine unterschiedlichen Facetten beleuchtet, sein Lebensweg nachgezeichnet und seine wichtigsten Werke ausführlich vorgestellt. So wird Zeitgeschichte lebendig und Literatur bekommt ein Gesicht.

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14. Deutsche Literatur nach 1945 kennen lernen - Acht deutschsprachige Autoren und ihre Werke
A5-Heft, 64 Seiten. 2007. X320.
ISBN 978-3-86567-320-7
Seit 1945 haben sie dem literarischen Leben ihren Stempel aufgedrückt: Bachmann, Böll, Borchert, Dürrenmatt, Frisch, Grass, Walser und Wolff haben nicht nur bedeutende Gedichte, Romane und Erzählungen geschaffen, sondern auch immer wieder gesellschaftliche Entwicklungen kritisch beleuchtet. Diese acht “modernen Klassiker” werden mit Lebenslauf und ihren wichtigsten Werken vorgestellt. Dazu gibt’s Lernkärtchen und eine übersichtliche Zeittafel.

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15. Ethisch handeln lernen - Ein Weg zu begründetem Urteilen
A5-Heft, 64 Seiten. 1999. F065.
ISBN 3-89312-065-3

Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu! Um diese Goldene Regel der Ethik herum werden u. a. die Werte Freiheit, Frieden, Gerechtigkeit, Solidarität, Toleranz und Wahrhaftigkeit untersucht, um zu begründetem Urteilen und entsprechendem Handeln zu kommen.

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16. Von der Wiege bis zur Bahre - Ethische Wechselfälle des Lebens
A4-Kopiervorlagen, 48 Seiten. 1999. A076.
ISBN 3-89111-076-6

Soll eine klinisch tote Frau ihr Baby bekommen? Ist Sterbehilfe sinnvoll? Sollen Vergewaltiger an den Pranger gestellt werden? Das neue Lern-Netz von AOL stellt ethische Problembereiche vor, die uns das ganze Leben lang begleiten. Für Diskussionen (nicht nur) in Vertretungsstunden!

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17. Klonen - Vom Segen und Fluch der Gentechnik
A4-Kopiervorlagen, 48 Seiten. 2001. A159.
ISBN 3-89111-159-2

“Klonen” - medizinischer Fortschritt im Kampf gegen Alzheimer und Parkinson oder wissenschaftliche Anmaßung à la Frankenstein? Was wiegt schwerer, das Lebensrecht von Embryonen oder der Anspruch von Schwerkranken auf wirksame neue Therapien, für die Embryonen “verbraucht” werden?

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18. Grenzfälle - Ethische Fragen im Widerstreit
A4-Arbeitsvorlagen, 48 Seiten. 2004. A178.
ISBN 3-89111-178-9

Dürfen Eltern ihrem Kind das Piercen verbieten? Soll der Staat für Geiseln ein Lösegeld zahlen?
Hier erleben Ihre Schüler, dass Ethik mit Alltag zu tun hat: 18 aktuelle Themen regen zur Auseinandersetzung mit grundsätzlichen Fragen an; die Arbeitsblätter liefern die notwendigen Hintergrundinformationen gleich mit.

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19. Religionen verstehen lernen
A5-Heft, 64 Seiten. 1998. F062.
ISBN 3-89312-062-9

Das Grundwissen zu Christentum, Judentum, Buddhismus, Hinduismus und Islam.

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20. Philosophie kennen lernen
A5-Heft, 64 Seiten. 2000. F079.
ISBN 3-89312-079-3

Ist ein Tisch ein Tisch? Hat der Leib eine Seele? Darf man lügen? Was kommt nach dem Tod?
Viele Fragen und noch mehr Antworten von den großen Philosophen unseres Kulturkreises. Mit Übersichtstabellen, Skizzen und einem Lexikon philosophischer Grundbegriffe.

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Die Zusammenarbeit mit dem AOL-Verlag hat ungefähr 10 Jahre gehalten, wurde aber von Jahr zu Jahr schwieriger.
Im Jahr 1998 hatte ich als Auftragsarbeit ein Ms. für den AOL-Verlag fertiggestellt („Wenn der Tunfisch mit dem Panter“, 120 S.). Nach langen Vorarbeiten war das Ms. dann endlich druckreif. Plötzlich wollte der Verleger nicht mehr, trotz Autorenvertrag. Das Produkt sei am Markt nicht durchsetzbar. Ein bescheidenes „Ausfallhonorar“ war das Endergebnis. Ich bin leider darauf eingegangen.

Im Jahr 2000, als der AOL-Verlag zur Klett-Gruppe kam, hatte ich 8 rechtsgültige Autorenverträge:

1. Folgeband für „Schiller kennen lernen“
2. Philosophiegeschichte
3. Porträts großer Philosophen
4. Zitate der Weltliteratur
5. Goethes Poesiealbum
6. Philosophie kennen lernen
7. Folgeband für „Aufsatz schreiben lernen“
8. Folgeband für „Rechtschreibtrainer“.

Der alte Verleger hatte alle Verträge mit mir unter marktwirtschaftlichen ökonomischen Gesichtspunkten abgeschlossen. Das hat er mir gegenüber immer wieder betont. Die neue Geschäftsleitung war aber der Meinung, die meisten meiner Verträge seien „Luftnummern“. Was geschah also?
Der 1., 2. und 3. Vertrag wurden aufgehoben. Ohne Entschädigung. Leider habe ich, gutmütig wie ich damals war, zugestimmt.
Der 4. Vertrag wurde ebenfalls aufgehoben. Als Ersatz gab es lediglich eine Veröffentlichung auf der Homepage des AOL-Verlages und ein bescheidenes Honorar. Auch damit war ich – im nachhinein sage ich: leider – einverstanden.
Der 5. und 6. Vertrag wurden erfüllt. Beide Werke sind bei AOL erschienen.
Der 7. und 8. Vertrag wurden ebenfalls aufgehoben, allerdings mit dem Zusatz, dass an ihre Stellen zwei neue Verträge treten sollten. Das Lektorat hat überlegt und sich dafür entschieden, die Serie der Schriftsteller-Porträts auszubauen. Die beiden Ersatzverträge für die aufgehobenen Verträge waren also “Böll” und „Schriftsteller nach 1945“. Ich habe beide Werke nach den Wünschen und Vorgaben des Verlages erstellt. Beide Ms. waren nach mehreren Umarbeitungen und Ergänzungen druckfertig, sollten aber plötzlich nicht mehr erscheinen, weil die neue Geschäftsleitung, die dritte innerhalb von fünf Jahren, plötzlich der Meinung war, die Drucklegung würde dem Verlag einen hohen wirtschaftlichen Verlust bringen.
Diesmal habe ich der Aufhebung der beiden Verträge nicht zugestimmt. Der AOL-Verlag sollte beide Verträge erfüllen und beide Werke drucken. Eine neue Geschäftsphilosophie könne, so war meine Auffassung, nur für die Zukunft Regeln aufstellen, nicht aber Autorenverträge aus der Vergangenheit für nichtig erklären. Pacta sunt servanda. Wie war das zu erreichen? Nur durch anwaltlichen Druck. Zum zweiten Mal musste ich zu diesem Mittel greifen, wie schon vorher einmal.
“Vorher” meint: Im Jahr 2003 hatte ich zwei Werke für den Verlag mehrzu.de fertiggestellt. Sie waren nach dem üblichen Hin und Her druckfertig. Plötzlich wollte der Verleger nicht mehr drucken, wie schon einmal 1998. Ich habe daraufhin gerichtliche Hilfe in Anspruch genommen. Das Landgericht Mannheim hat in seinem Urteil den Druck der beiden Werke angeordnet. Beide Werke wurden gedruckt und waren dann auch beim AOL-Verlag im Sortiment: „Grundlagen Deutsch 1“ und „Grundlagen Deutsch 2“. Das Gericht war übrigens der Meinung, dass 1 Jahr nach Manuskriptabgabe der Zeitpunkt erreicht ist, dass ein Werk gedruckt werden sollte. Länger dürfe ein Verlag den Zeitpunkt zum Druck nicht hinauszögern.
Der Klett-Verlag musste im Falle “Böll” und “Schriftsteller nach 1945” nachgeben, meine Anwaltskosten übernehmen und die beiden Hefte drucken. Als dann Ende des Jahres 2007 der AOL-Verlag aufgelöst wurde und zum Teil vom Persen-Verlag (Buxtehude) übernommen wurde, teilte mir die Geschäftsführerin des neuen Verlages mit, man habe das Programm des AOL-Verlages kritisch hinterfragt und komme in meinem Fall zu dem Ergebnis, das fast alle meine Produkte aus dem Programm genommen und bestehende Bestände abverkauft würden.
Das war das Ende meiner Tätigkeit als Schulbuchautor.


Rezensionen

Rechtschreibtrainer
Kurz und gut, 18. Januar 2006
Von Werner-Paland-Laschet

Es mag ausführlichere und "komplettere" Hilfen zum Erlernen und Einüben der Rechtschreibung geben. In der Praxis hat sich das Heft bewährt. Schüler einer Fachoberschule (also Erwachsene) mit Rechtschreibdefiziten haben auf mein Anraten das Heft durchgearbeitet und ihre Leistungen im rechtschriftlichen Bereich signifikant verbessert. Das habe sich, wie mir einer dieser Schüler später mitteilte, äußerst positiv auf seinen schriftlichen Einstellungstest bei der Polizei ausgewirkt.

Schiller kennen lernen
Nur für die Schule und nur unter Vorbehalten geeignet, 1. Juni 2005
Von sonaleu (Aarau)

In diesem 62-seitigen Abriss über Schillers Leben, seine Dramen und Balladen, finden sich viele einführende Informationen, die Schülerinnen und Schülern den Dichter Schiller etwas vertrauter machen können.
Dies geschieht vor allem über Biographisches. So erfährt man z. B. etwas über Schillers Alltag an der Karlsschule. Auch sehr gut ist, dass dem Text viele Originalzitate beigefügt sind, was den Menschen Schiller und seinen Lebensalltag etwas anschaulicher werden lässt. Wenn allerdings Autor Jürgen Schwarz in seinen eigenen Worten - nicht in denjenigen Schillers!- schreibt, der junge Schiller habe sich für Luise Vischer interessiert und "sonst mit Weibern (!) wenig im Sinne" gehabt, lässt das doch aufhorchen. Auch anderes wirkt wie hastig hingeworfen, etwas wenig differenziert. So ist z. B. die Behauptung, Schillers Stück "Fiesco" sei bei den Theaterleuten in Mannheim nicht angekommen, weil er es ihnen in seiner "schwäbischen Mundart" vorgelesen habe, schon arg simplifizierend. Dennoch denke ich, dass dieser biographische Abriss den Schülern erste Eindrücke geben kann, aber sie sollten bei der Lektüre von einem Lehrer begleitet werden, der allzu grobe Vereinfachungen etwas relativiert. Positiv erwähnt werden kann, dass Schwarz Fremdworte, die den Schülern nicht geläufig sind, nicht etwa vermeidet, sondern ihnen diese erklärt.
Dasselbe wie über den biographischen Teil kann auch zu den Kapiteln über Schillers Dramen und Gedichte gesagt werden. Grundsätzlich sind diese sinnvoll aufgebaut. Im Kapitel über Schillers Jugenddramen etwa werden die "Räuber", der "Fiesco" "Kabale und Liebe" und "Don Carlos" auf je einer Seite abgehandelt. Einem ganz kurzen Textzitat folgt jeweils eine Inhaltsangabe, die auch schon eine Möglichkeit zur Interpretation antönt. Schüler können sich hier wirklich ganz kurz informieren und haben dann eine erste Ahnung von Schillers Werk. Aber auch hier sollte den Schülern immer gezeigt werden, dass Schillers Werk, wie jedes gute literarische Werk, vieldeutig ist und mehrdimensional gelesen werden kann. Es ist zweifellos richtig, dass "Kabale und Liebe", wie Schwarz erklärt, "die ausweglose Lage zweier Liebender" zeige, "die an den Standesschranken... zerbrechen", mit dieser Erkenntnis beginnt aber erst die eigentliche Auseinandersetzung mit dem Stück.
Fazit: Laut Eigendeklaration ist das Buch für die Klassen 5- 13 und für Erwachsene geschrieben. Für Schülerinnen und Schüler ist es in der Tat geeignet, denn es es gibt einen ersten Ein- und Überblick in Schillers Werk und kann ihnen bei der Auseinandersetzung mit Schillers Texten den Einstieg erleichtern. Allerdings sollten gewisse Simplifikationen relativiert werden, dazu ist die Hilfe eines Lehrers nötig. Für erwachsene Autodidakten ist das Buch nicht geeignet, denn es ist allzu vereinfachend. Es fehlen klare Textstellenbelege - wer der Herkunft eines Zitats nachgehen will, sieht sich vor mühsame Recherchierarbeit gestellt - und es fehlt eine weiterführende Bibliographie.

Schiller kennen lernen
Sehr guter Schiller-Überblick / Prima für die Schule, 29. Dezember 2004
Von nettan

Dieses Buch hat ein Lehrer geschrieben, der somit weiß, dass Schüler oft Probleme mit Interpretationen haben. Dieses preiswerte, ansprechend gestaltete Heft bietet nicht nur kurze Interpretationshilfen für viele Dramen und Gedichte, sondern auch einen biografischen Teil, eine Auflistung geflügelter Worte und sogar Karteikarten zum Lernen.
So macht Schiller Spaß und hoffentlich Lust auf mehr.

Philosophie kennen lernen
Nettes übersichtliches kleines Büchlein, 12. Februar 2005
Von Clemens Keuner (Köln am Rhein)

Damit Sie das Folgende richtig verstehen, erst einmal etwas zu meiner Person: Ich bin Mitte zwanzig, habe in meiner Gymnasialzeit mal zwei Jahre Philosophie gehabt und bin seitdem verzweifelt auf der Suche danach, meine Kenntnisse durch Bücher etwas zu vertiefen. Das ist sehr schwer. Ich habe mich einmal gründlich verhoben (Karl Jaspers: Die großen Philosophen, ca. 950 Seiten) und eine Enttäuschung durch Oberflächlichkeit hinter mir (Gaarder: Sofies Welt). Also habe ich großen Respekt vor all denjenigen, die versuchen, junge und alte Menschen mittels eines Buches in die Philosophie einzuführen. Das Heft (es ist eher ein Heft als ein Buch) von Jürgen Schwarz war ein neuerlicher Anlauf meinerseits.
Zunächst einmal möchte ich Erwartungen dämpfen: Auf 60 Seiten kann man nämlich nicht die ganze Philosophiegeschichte kennenlernen. Der Autor, selber ehemaliger Lehrer, nutzt diesen knappen Platz gut. Das Heft besteht im Wesentlichen aus 10 voneinander unabhängigen Abschnitten à vier Seiten. Jeder Abschnitt beschäftigt sich mit einer philosophischen Grundfrage, z.B. “Was ist Recht?” oder "Haben wir einen freien Willen?". Die Abschnitte bestehen zunächst aus zwei Seiten Text, in dem die Frage und mögliche Antworten diskutiert werden. Auf den anderen beiden Seiten werden jeweils Textauszüge zweier Denker mit gegensätzlichen Meinungen vorgestellt.
Dabei wird jede Grundfrage zwar nur kurz behandelt, aber, so meine ich, doch in ihrem Kern getroffen. Das Konzept, dass immer (mindestens) zwei unterschiedliche Meinungen zu einem Thema vorgestellt werden, zwingt den Leser zum Nachdenken über die Richtigkeit der einzelnen Meinung.
Für Leser, die in derselben Lage sind wie ich, kann ich dieses Heft im großen und ganzen empfehlen. Die Lektüre ist recht einfach und vermittelt zwar keinen Überblick über, aber doch einen Einblick in die Grundthesen großer Philosophen und die Grundfragen der Philosophie.
Über den Einsatz im Unterricht kann ich mir kein Urteil erlauben, doch finde ich den Ansatz, unterschiedliche Positionen zu einem Thema gleichberechtigt vorzustellen, sehr gut. Er fördert das kritische Denken und vermeidet die Vorfestlegung auf eine bestimmte Denkrichtung.

Aufsatz schreiben lernen
"Fang immer bei den alten Römern an...", 6. März 2012
Von Peggy B.
In diesem Arbeitsheft finden sich in 30 Abschnitten alphabetisch geordnet Erklärungen und Anleitungen zu allen wichtigen Aufsatzformen. Dabei nimmt man den Schüler Schritt für an die Hand von der Stoffsammlung bis hin zur Ausführung, vom Arbeitsplan bis zu Reinschrift.
Kurz und knapp werden die Charakteristika und Unterschiede der einzelnen Aufsatzformen wie Erörterung oder Nacherzählung vermittelt.
Zusätzlich gibt man ganz konkrete Hinweise zu Arbeitstechniken, zu Sprache und Stil und natürlich zur Gliederung.
Selbst formale Aspekte (wie: Wie lang darf eine Einleitung sein?) werden berücksichtigt.
Alles verständlich, übersichtlich, einprägsam und sehr praktisch geschrieben und auf das Wesentliche beschränkt.
Vertieft und verdeutlicht werden die Ausführungen durch Übungen und Musteraufsätze (auch Schüleraufsätze), durch Beispiele und Tipps.
Querverweise führen dabei zielgerichtet auf weitere Erläuterungen.
Geeignet ist das Heft natürlich zum Kennenlernen und Lernen der verschiedenen Aufsatzformen, zum Nachschlagen, zur Wiederholung, zur Erledigung von Hausaufgaben und zur Vorbereitung auf Klassenarbeiten.
Die Politik, die hinter diesen Heften des AOL-Verlages steckt ist einerseits der umfassende Überblick über ein bestimmtes Gebiet und andererseits durch Übungen dafür sorgen, dass durch Nachschlagen schon ein Lerneffekt erzielt wird.
Der Autor Jürgen Schwarz ist entgegen der Meinung meiner Tochter der Auffassung: "Aufsatzschreiben ist etwas Herrliches!"

Ich empfehle dieses kleine Heftchen aus tiefster Überzeugung. Es ist übersichtlich, praktisch und sehr handlich und dazu auch noch sehr preiswert.
Der Aufbau ist durchdacht, wunderbar gegliedert und auf das Wesentliche beschränkt. Durch das Register findet man sehr schnell zum Gesuchten.
Das Kind kann selbstständig damit arbeiten und ganz nebenbei grundlegendes Wissen erwerben und Arbeitstechniken erlernen, die Eltern können schnell mal was nachschlagen, um eine Frage zu beantworten.
Mehr, als in diesem Heftchen steht, braucht man zum Thema Aufsatz nicht - Merkwissen und Übungen. Ein sehr gelungenes, praktikables Zusatzmaterial für den Deutschunterricht, meiner Einschätzung nach schwerpunktmäßig für die Sekundarstufe I (Klasse 5-10). Letztendlich nutzt es aber für alle Fächer, weil die vermittelten Arbeitstechniken vielfältig und in allen Bereichen einsetzbar sind.
Ich spreche eine überzeugte Kaufempfehlung aus, vergebe die Höchstzahl Sterne.

 

 

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